Katastrophenschutz übt den Ernstfall

Jadesturm 2017 – gemeinsame Stabsrahmenübung der Polizeidirektion Oldenburg mit den Landkreisen Friesland und Wesermarsch sowie der Stadt Wilhelmshaven

Hochwasser aufgrund langanhaltender starker Niederschläge, schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis 110 km/h, erste Sturmfluten mit bis zu 2,5 m erhöhten Wasserständen:

Das ist das Krisenszenario, welches die Krisenstäbe der Landkreise Friesland und Wesermarsch sowie der Stadt Wilhelmshaven und der zuständigen Polizeidirektion Oldenburg zu Beginn der  gemeinsamen zweitägigen Stabsrahmenübung „Jadesturm 2017“ am 18. und 19. Januar 2017 erwartete.

Um wetterbedingte Katastrophenszenarien und andere Katastrophenfälle effektiv bekämpfen und Schaden von der Bevölkerung abwenden zu können, sind regelmäßige Katastrophenschutzübungen unerlässlich. Hierzu sind die Landkreise Friesland und Wesermarsch wie auch die Stadt Wilhelmshaven als zuständige Katastrophenschutzbehörden gesetzlich verpflichtet.

Durch „Jadesturm 2017“ sind die Katastrophenschutzstäbe der Landkreise Friesland und Wesermarsch, die Stadt Wilhelmshaven sowie der Polizeidirektion Oldenburg erstmalig gemeinsam beübt worden. Die Polizeidirektion Oldenburg unterstützt die Kommunen im Katastrophenfall u. a. durch die Zuführung überörtlicher Hilfskräfte und Hilfsgüter. Ziel der Übung war es daher insbesondere, die Zusammenarbeit und Kommunikation der verschiedenen Stäbe zu erproben und zu optimieren. Die Stäbe selbst agierten während der Übung realitätsgetreu in ihren Stabsräumen in Friesland, Brake und Wilhelmshaven bzw. in Oldenburg.

Gegenstand der Übung war ein Tiefdruckgebiet, welches anfangs aus einer Warmfrontwelle über dem Nordatlantik südlich von Grönland entwickelte und sich zu einem großen Orkantief verstärkte. Die langsame Verlagerung des Orkantiefs in den Nordwesten Deutschlands sorgte für eine lange Staufront des Wassers der Nordsee – insbesondere in der Deutschen Bucht. Regenfälle und Spitzenböen zwischen 160 km/h und 180 km/h führten an den Übungstagen zu verheerenden Sach- und Personenschäden. Verbunden mit einer astronomischen Springflut und lang anhaltenden Windstauzeiten musste zudem mit mehreren sehr schweren Sturmfluten gerechnet werden.

Im Verlauf der Übung forderten verschiedene Schadensbrennpunkte die Stäbe der Landkreise Friesland und Wesermarsch, die Stadt Wilhelmshaven aber auch die Polizeidirektion Oldenburg heraus. Die Szenarien reichten von einfachen sturmbedingten Sachschäden unterschiedlichster Art über Gefahrgut- und Verkehrsunfälle, massiven Überflutungen von Straßen und Gebäuden, vom Hochwasser eingeschlossenen und zu evakuierenden Menschen und Tiere, bis hin zu Dünenabbrüchen, Deichschäden und Schiffshavarien - oftmals mit Verletzten. Ergänzt wurden diese Szenarien durch einen massiven und flächendeckenden Stromausfall und dem damit einhergehenden
Ausfall von Versorgungseinrichtungen und Kommunikationsanlagen.

Die zentrale Übungsleitung, die die komplette behördliche und zivile Außenwelt widerspiegelte, leitete den Stäben sowohl am 18.01. wie auch am 19.01.2017 in der Zeit von 09:00 bis 15.00 Uhr ca. 200 Einspielungen per Email, Fax, Telefon und Funk zu, auf welche die Stäbe reagieren mussten. Das Übungsszenario war an beiden Tagen identisch, so dass jeweils zwei Stabsschichtendie Möglichkeit zur Übungsteilnahme hatten.

 

LK Wesermarsch - K.Kleemann

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