Das Bildungsbüro Wesermarsch informiert:


Mit einem Rückblick auf die Veranstaltung

„Sicherung der Fachkräfte von morgen –
EQ für Geflüchtete in der Wesermarsch“

am 22.11.2017 im Kreishaus möchte das Bildungsbüro Wesermarsch auf die interessante Veranstaltung aufmerksam machen und über die Inhalte berichten.

Über die bestehenden Möglichkeiten, Neuzugewanderte als Praktikanten und/oder Auszubildende zu beschäftigen, haben sich VertreterInnen verschiedener Betriebe am 22.11.2017 im großen Saal des Kreishauses informiert. In vier kurzen Vorträgen von Frau Schipporeit (Agentur für Arbeit, Brake), Herrn Dietz (Grone Schulen Niedersachsen GmbH), Frau Doneit (Industrie- und Handelskammer Oldenburg) und Frau Prieske (J. Müller AG) wurden sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit und die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Kammern thematisiert, als auch die ausbildungsbegleitenden Hilfen vorgestellt und ganz praktische Hinweise zur betrieblichen Integration von Geflüchteten gegeben.

Anschließend wurde u. a. mit VertreterInnen der berufsbildenden Schulen für den Landkreis Wesermarsch, des Jobcenters, der Agentur für Arbeit und den Sozialpädagoginnen vom Pro Aktiv Center der Kreisvolkshochschule Wesermarsch über Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu potentiellen Praktikanten/Auszubildenden diskutiert, die eingeschränkte Mobilität der Neuzugewanderten angesprochen, die insbesondere in einem großen Flächenlandkreis wie der Wesermarsch ein Beschäftigungs- bzw. Vermittlungshemmnis darstellt und festgestellt, dass weiterhin sowohl auf Seiten der Betriebe als auch auf Seiten der Geflüchteten Aufklärungsbedarf über berufliche Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für die Einstellung bestehe.

Als eines der zentralen Ergebnisse der Veranstaltung wurde insgesamt festgehalten, dass die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Neuzugewanderten noch intensiviert werden muss und verschiedene Formate zur Berufsorientierung und Vernetzung, wie zum Beispiel Betriebserkundungen, erprobt werden sollten.

Gleichzeitig wurde abschließend auch darauf eingegangen, dass nicht für alle Neuzugewanderten der schnelle Arbeitsmarktzugang „um jeden Preis“ das Richtige ist und insgesamt Geduld bezüglich der beruflichen Integration geboten sei. Die oftmals defizitorientierte Sichtweise auf Geflüchtete (fehlende Sprachkenntnisse/ formale Qualifikationen) führe vielfach von der Erkenntnis weg, dass die jungen Menschen, die oftmals ohne ihre Familien ihre Heimat verlassen haben, in der relativ kurzen Zeit in Deutschland bereits sehr viel gelernt und geleistet haben und jeden Tag zahlreiche organisatorische Hürden meistern, die deutsche StaatsbürgerInnen leicht aus dem Blick verlieren.

Obgleich die Arbeitsmarktintegration nach wie vor eines der Hauptziele auf dem Weg zur angestrebten Integration ist, sei es für einige Neuzugewanderte wiederum sinnvoller, wenn sie vor dem Schritt in die Ausbildung zunächst ihre Sprachkenntnisse weiter vertiefen könnten, um insbesondere für den theoretischen Teil der Ausbildung die nötige Ausbildungsreife zu erlangen, so das gemeinsame Fazit der Anwesenden. „Statt von Fachkräften von morgen auszugehen - wie es im Veranstaltungstitel hieß -, sollten wir den Neuzugewanderten die benötigte Zeit geben, um zu Fachkräften von übermorgen werden zu können“, brachte es eine Veranstaltungsteilnehmerin auf den Punkt.

Angesichts der angeregten Diskussion bei der Veranstaltung zieht die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Katja Schaeffer, insgesamt ein positives Resümee. „Obwohl ich mir natürlich eine größere Resonanz auf Seiten der Betriebe gewünscht hätte, bin ich mit der Veranstaltung zufrieden, weil sich eine fruchtbare Diskussion entwickelt hat und erste Kontakte geknüpft und vermittelt wurden. Zudem wurden viele konkrete Punkte benannt, an denen wir zukünftig bei unserer Arbeit im Bildungsbüro ansetzen können“.

Die vier Präsentationen zu den Vorträgen der ReferentInnen sowie eine Übersicht der AnsprechpartnerInnen, an die sich an der Beschäftigung von Geflüchteten interessierte BetriebsvertreterInnen wenden können, finden sich auf den Seiten des Bildungsbüros.

 


Foto: Bildungsbüro Wesermarsch
LK Wesermarsch - K.Kleemann

Landkreis Wesermarsch
Poggenburger Straße 15
26919 Brake

Telefon:  04401 927-0
Telefax:  04401 3471
E-Mail:
landkreis-wesermarsch@lkbra.de


Allgemeine Öffnungszeiten:
Mo. - Fr.    08:30 - 12:00 Uhr
Mo. - Do.  14:00 - 15:30 Uhr
und nach Vereinbarung

>> Öffnungszeiten der
      Zulassungsstellen


Telefon: 04401 927-348


>> zum Geoportal - Terragis

Tel. 04401 927-343


>> Seiten öffnen