Neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH

Mit dem Wissen über Babynahrung zum neuen Job

- Nils Siemen wird Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch -

„Ich bin ein Produzent von Babynahrung außerhalb der Wesermarsch. Wie überzeugen Sie mich, in die Wesermarsch zu kommen?“ Dieses war nur eine Frage, dafür aber eine äußerst bedeutsame, die der zukünftige Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH beim Bewerbungsgespräch vor einem Auswahlgremium zu beantworten hatte. „Alle Bewerber haben diese Aufgabenstellung hervorragend gelöst. Doch Sie haben es am besten gemacht“, richtet Landrat Thomas Brückmann in seiner Funktion als 2. Vorsitzender der Gesellschafter-Versammlung bei der Vertragsunterschrift sein Wort an Nils Siemen, der die Position als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch zum 1. Januar 2019 bekleiden wird. Und den Grund liefert Brückmann gleich mit: „Wieso? Sie haben doch schon einen Produzenten für Babynahrung vor Ort!“, war die Gegenfrage, die der Kandidat Siemen dem Auswahlgremium stellte. Dieses kleine Detail war keinem der anderen Bewerber aufgefallen. Ohnehin, betont Marcel Schmikale, Vorsitzender der Gesellschafter-Versammlung, seien Siemens Kenntnisse über die Wesermarsch beeindruckend gewesen. Kurzum: „Nils Siemen hat es von allen Kandidaten am besten verstanden, seine Kompetenz auf den Punkt rüberzubringen.“ Und so fiel die Wahl des Auswahlgremiums, das mit Gesandten aller im Kreistag vertretenen Fraktionen sowie Vertretern von Aufsichtsrat und Gesellschafter-Versammlung der Wirtschaftsförderung Wesermarsch besetzt war, auf den 40-jährigen Familienvater.

Und der hoch Gelobte selbst? Der ist glücklich, dass er in Kürze loslegen darf: „An der Aufgabe reizen mich besonders die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Siemen und hat dabei unter anderem die Bereiche Standort- und Tourismusmarketing, Unternehmensbetreuung und Fachkräftesicherung im Blick. Ein Trumpf, den er dabei immer wieder ausspielen kann, ist die Wesermarsch an sich: „Wir finden hier eine lebens- und liebenswerte Naturlandschaft vor, die Familien und Arbeitnehmern eine Heimat mit Perspektive bietet und Sitz zahlreicher, spannender Betriebe ist. Das reiche Angebot an Gewerbeflächen bietet viel Potenzial für Existenzgründer und die Ansiedlung von Unternehmen.“ Diese Standortvorteile gelte es künftig noch bekannter zu machen.

Zugute kommen Nils Siemen, der zuletzt in der Gemeinde Moormerland die dortige Wirtschaftsförderung aufgebaut hat, vor allem seine Erfahrungen, die er bei der Wachstumsregion Ems-Achse e.V. sammelte. Besagte Ems-Achse wurde 2006 als Bündnis von Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Kammern und Verbänden in ganz Ostfriesland, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ins Leben gerufen und hat sich seither äußerst erfolgreich der Profilierung einer gemeinsamen Wirtschaftsregion bei gleichzeitiger Stärkung des Wirtschaftswachstums und Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen verschrieben. Dieses Wissen kann Siemen optimal an seiner neuen Wirkungsstätte einbringen – zum gewinnbringenden Nutzen aller. Konkrete Ideen hat er schon viele – aber, betont er: „Im ersten Schritt möchte ich mit den Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung sowie den Vertretern der Unternehmen und Kommunen sprechen und gemeinsam die Prioritäten festlegen. Auf dieser Basis werden wir dann die Maßnahmen entwickeln und umsetzen.“ Denn auf der Grundlage einer konstruktiven Zusammenarbeit lasse sich der Bedarf optimal darstellen und der größtmögliche Erfolg erzielen.

Ins kalte Wasser muss Nils Siemen dabei nicht springen, denn Noch-Geschäftsführer Jens Wrede, der die Wirtschaftsförderung Wesermarsch zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlässt, wird sich im Dezember mit seinem Nachfolger intensiv austauschen. Wrede, der nicht zuletzt der Familie wegen seine Zelte in der Wesermarsch abbricht und beruflich wieder gen Heimat in Richtung Harburg zieht, blickt zufrieden zurück: Vieles in der Wesermarsch sei auf einem guten Weg – nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen. „Unterstützung hat man hier von allen Seiten“, so Wrede. Eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft hat er jetzt auch noch selbst zum erfolgreichen Abschluss gebracht: Die Kooperationsvereinbarung über die Einrichtung einer gemeinsamen Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft zwischen der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH und dem Landkreis Friesland mit Sitz in Brake.

Bleibt abschließend nur noch die eingangs gestellte Frage zu klären: Wo befindet sich denn nun besagter Babynahrungsbetrieb? In Strückhausen, Gemeinde Ovelgönne, lautet die korrekte Antwort, die ihren Teil dazu beigetragen hat, das Nils Siemen sich jetzt einer neuen, vielversprechenden beruflichen Zukunft in der Wesermarsch stellen darf.

 


 

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