Mit Strategie gegen Sturmfluten

Forschungsprojekt zu Küsten- und Hochwasserschutz arbeitet durch Klimawandel veränderte Naturgefahren auf – Landkreis Wesermarsch als Pilotprojekt
Pistorius: „Wichtiger Baustein für die vielen beteiligten Stellen am Katastrophenschutz“

Hochwasser und Sturmfluten beschäftigen die Menschen in den Küstenregionen der Nordsee schon seit Jahrhunderten. Das sich ändernde Klima und die fortschreitende ökonomische Erschließung stellen die Küstenregionen vor neue Herausforderungen, insbesondere auch bei der Bewältigung von Hochwasserereignissen im Hinterland.
Auf seiner Sommerreise hat sich der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, über ein Forschungsvorhaben informiert, das diese Herausforderungen für den Katastrophen- und Hochwasserschutz thematisiert.

Das Projekt FRAMES (Flood Resilient Areas by Multi-LayEred Safety / Hochwasserschutz durch Mehrebenensicherheit) untersucht die Zusammenführung von Prävention, Minderung durch Raumplanung und Notfallmaßnahmen, die traditionell in verschiedenen Behörden wahrgenommen werden.

 

Das von der EU mit 6,9 Millionen Euro geförderte Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Gebieten und Gemeinden durch die Arbeit mit dem MLS-Konzept (Multi-Layer Safety) zu erhöhen. Beteiligt sind neben Deutschland auch Großbritannien, Dänemark, Belgien und die Nieder-lande. Insgesamt wurden 13 Pilotprojekte benannt, die aus geographischer und demographischer Sicht vergleichbar sind; in Niedersachsen ist das der Landkreis Wesermarsch. Die Ergebnisse der Forschung in der Wesermarsch werden auch für andere Gebiete, die durch den Klimawandel mit veränderten Hochwassergefahren konfrontiert sind, beispielgebend sein.

„Der Ansatz dieses Forschungsprojektes stellt einen wichtigen Baustein für die vielen beteiligten Stellen am Hochwasser-, Katastrophen- und Küstenschutz dar, um den Auswirkungen des Klimawandels begegnen zu können“, sagte Minister Pistorius bei der Vorstellung des Projekts in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Brake. Bei der Vorstellung der dortigen Umbaumaßnahmen konnte sich Minister Pistorius davon überzeugen, dass die Investitionen von über einer Million Euro in die Atemschutzwerkstatt, die Atemschutzübungsstrecke, die Schlauchpflege und allge-meine Baumaßnahmen gut angelegtes Geld für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren im Landkreis Wesermarsch sind.

Zum Projekt FRAMES (Flood Resilient Areas by Multi-LayEred Safety) 

FRAMES zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Gebieten und Gemeinden durch die Arbeit mit dem MLS-Konzept (Multi-Layer Safety) zu erhöhen.
Das MLS-Konzept ist eine politische Strategie, die folgende Maßnahmen umfasst:

  • Prävention
  • Minderung durch Raumplanung
  • Notfallmaßnahmen

Diese Ebenen werden traditionell von verschiedenen Behörden und Sektoren verwaltet, durch MLS werden die Hindernisse beseitigt, und die Interessengruppen wenden gemeinsam die effektivste Kombination von Lösungen an. Die MLS-Prinzipien werden von Behörden und Praktikern anerkannt. Die FRAMES-Partner experimentieren mit MLS-bezogenen Konzepten und werden auf diesen Erfahrungen aufbauen, um nachhaltige Strategien umzusetzen und die Fähigkeit von Behörden und Gesellschaft zu verbessern, mit Überschwemmungen umzugehen.

FRAMES wechselt zu mehrschichtiger Sicherheit und kombiniert auf intelligente Weise Resilienz-Management.

  • Hochwasserresistente Gebiete: Verbesserung der Infrastruktur und der Raumplanung
  • Hochwasserresistente Gemeinschaften: Menschen und soziale Interessengruppen besser vorbereiten
  • Hochwasserresistente Behörden: Reduzierung der Wiederherstellungszeiten und Erhöhung der Reaktionskapazität
 
LK Wesermarsch - K.Kleemann

Landkreis Wesermarsch
Poggenburger Straße 15
26919 Brake

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