Zusammenlegung der Oberschulen Lemwerder und Berne

Kreistag entscheidet im Dezember.

In Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden der im Kreistag vertretenen Parteien teilt Landrat Thomas Brückmann mit, dass der Kreistag nicht mehr im September, sondern erst im Dezember über die künftige Oberschulsituation in Lemwerder und Berne abstimmen wird. „Hintergrund ist, dass durch diese Verschiebung der gewünschte, erwartete Dialog geführt werden kann und Eltern sowie Bürgerinnen und Bürger mehr Zeit erhalten, sich zu informieren und Stellungnahmen zu verfassen“, so der Landrat. Somit wird die mögliche Zusammenlegung der OBS Lemwerder und Berne auch von der Tagesordnung des Kreisausschusses für Schulen, Kultur und Sport am 5. September genommen und auf den am 14. November tagenden Kreisausschuss für Schulen, Kultur und Sport verschoben. Über dessen Empfehlung hat dann der Kreistag am 16. Dezember 2019 abzustimmen. Die derzeit kontrovers diskutierte Empfehlung ist vom Arbeitskreis Schulentwicklung, der sich als Fachgremium aus Schulexperten der Kreispolitik und -verwaltung zusammensetzt, nach intensiver Beratung und Prüfung der Sachlage als zurzeit bestmögliche Variante mehrheitlich verabschiedet worden.

"Die Stellungnahmen von Kreis- und Schulelternräten sowie der Schul- und Gemeindeverwaltungen gehen in den Arbeitskreis Schulentwicklung. Dieser wird sich mit den Informationen und Reaktionen nochmals intensiv auseinandersetzen“, verspricht Thomas Brückmann. Der Empfehlung des Arbeitskreises Schulentwicklung liegt wiederum die Zielsetzung zugrunde, die bestmöglichen Bildungsvoraussetzungen für alle Schülerinnen und Schüler in der südlichen Wesermarsch zu schaffen. Denn: „Wir müssen vermeiden, dass Schüler einer Schule gegenüber Schülern einer anderen Schule Bildungsnachteile erleiden“, so Brückmann. Sei es durch geringere Fächerwahlmöglichkeiten oder durch Probleme in der Unterrichtsversorgung. „Dieses sind drohende Gefahren, die aus zu geringen Schülerzahlen resultieren können“, erläutert der Landrat. Außerdem gibt es Vorgaben der Landesschulbehörde, die man nicht einfach ignorieren könne. Werden, wie im Fall der Eschhofschule Lemwerder, Schülerzahlen langfristig unterschritten, so sieht der Gesetzgeber vor, dass entsprechende Schulentwicklungsmaßnahmen, wie etwa Schul-Zusammenlegungen, durch den Schulträger zu treffen sind.

Es gibt aber ein noch nicht ausgereiztes Zeitfenster, welches der Landrat nutzen möchte: „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidung in Sachen Eschhofschule mitzunehmen.“ Und Brückmann weiter: „Durch die Verlegung der Beschlussfindung in das vierte Quartal, ist allen Eltern die Möglichkeit gegeben, ihre Ängste in schriftlichen Stellungnahmen umfassend zu äußern und sich in vertiefenden Gesprächen mit Verwaltung und Politik sowie insbesondere den Schulleitungen über die gegenwärtige und zukünftige Situation vor Ort auszutauschen.“ Der Landrat weiter: „Alle Stellungnahmen werden in die Beschlussfindung eingehen.“

Auch zur Kritik aus Reihen der Elternvertretung, sie hätte in Teilen keine Informationen erhalten, nimmt der Landrat Stellung: „Die Schulleitung in Lemwerder hat am Donnerstag, 15. August, die Elternratsvorsitzende auf Nachfrage in einem persönlichen Gespräch über die Empfehlung des Arbeitskreises Schulentwicklung, die Oberschulen in Lemwerder und Berne zum Schulstart 2020/2021 zusammenzulegen, informiert. Dabei wurde auch das Schreiben der Kreisverwaltung angekündigt.“ Bei der Elternratsvorsitzenden der Eschhofschule handelt es sich ebenso wie im Fall der OBS Berne um die gewählte Stellvertreterin. Die Stellvertreter wurden mit Beginn des neuen Schuljahres automatisch zu Vorsitzenden. Denn: Dieses sieht das Landesschulgesetz so vor, da die Kinder der eigentlich gewählten Vorsitzenden die OBS verlassen haben, womit gesetzlich auch ihr Vorsitz im Elternrat erloschen ist.

Darüber hinaus hat die Kreisverwaltung diese nun sozusagen „neuen“ Elternratsvorsitzenden der OBS Lemwerder und der OBS Berne sowie die Kreiselternratsvertreter postalisch angeschrieben und sie darin auf die Möglichkeit einer Stellungnahme hingewiesen. Dieses Schreiben ist am Freitag, 16. August, vom Fachdienst Schulen, Kultur und Sport des Landkreises Wesermarsch in die Post gegeben worden. „Dass das Schreiben anscheinend nicht überall per Post zeitnah zugestellt wurde, ist bedauerlich“, so der Landrat. Die Informationen konnten dennoch transportiert werden, kam doch die Post bei einigen Elternratsvertretern pünktlich an. Hinzu kommt besagtes Informationsgespräch zwischen dem Schulleiter und der Elternratsvorsitzenden an der Eschhofschule. Übrigens: Eine offizielle Information der Öffentlichkeit erfolgt satzungsgemäß über die Einladung zum Kreisausschuss für Schulen, Kultur und Schulen, die am Freitag, 23. August, über das Kreistagsinformationssystem der Kreisverwaltung auf der Homepage des Landkreises Wesermarsch hochgeladen wurde.

Abschließend äußert sich der Landrat noch zur Schülerzahlenprognose der Kreisverwaltung für die kommenden zehn Jahre: „Unsere Prognose für Lemwerder und Berne basiert für zehn Jahre auf echten vorhandenen Schülerzahlen. Wir legen die Zahl der Grundschüler in den Gemeinden sowie die von den Meldeämtern beider Gemeinden übermittelten Geburtenzahlen zugrunde“, so der Landrat. Da die somit verlässliche Prognose lediglich keinen etwaigen Zu- oder Wegzug berücksichtigt, „sind Abweichungen zwar möglich, aber allenfalls nur in geringem Maße relevant“, betont der Landrat. Beispielsweise liegt die Prognose der Kreisverwaltung für das jetzt begonnene Schuljahr in Lemwerder sogar geringfügig über dem tatsächlichen Wert. 24 Schüler wurden für den fünften Jahrgang der OBS Lemwerder vorhergesagt, tatsächlich liegt die Zahl derer, die seit diesem Schuljahr die 5. Klasse der Eschhofschule besuchen, lediglich bei 22.

 

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