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Veröffentlichung zur Frauengeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Der Landkreis Wesermarsch stellt weiterführenden Schulen der Wesermarsch kostenlos Klassensätze zur Verfügung, hier der Haupt- und Realschule sowie Integrierten Gesamtschule Brake; ermöglicht wurde der Nachdruck einer Publikation zum Frauenleben im 19. und frühen 20. Jahrhundert durch die finanzielle Unterstützung des Landes Niedersachsen.

Die wissenschaftlich fundierte Erforschung und Veröffentlichung von Frauengeschichte in der Wesermarsch ist ein wichtiges Anliegen der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, denn die Gleichstellung der Geschlechter kann auch vor der Geschichte nicht Halt machen. Schließlich sind die historischen Erfahrungen von Frauen, ihr Wirken und ihre Leistungen, lange von der männlich dominierten Geschichtsschreibung nicht berücksichtigt oder als das „Besondere“ an den Rand des Interesses gerückt worden.

Die erste Veröffentlichung zur Frauengeschichte erschien 1994 als Band 5 der Reihe Frauen in der Wesermarsch und befasst sich mit dem Leben von Frauen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Autorin Eugenie Berg hat in historischen Verwaltungsakten geforscht, um die Lebensbedingungen und -chancen von Marschbäuerinnen und „Seemannsfroen“, Handwerks-, Köter- und Heuerlingsfrauen zu rekonstruieren. Fast alle jungen Frauen der ärmeren Schichten verdingten sich als Dienstmägde in bäuerlichen Haushalten oder als „Hollandgängerinnen“ in den Seebädern. Heiratsgesetze erlaubten nur Frauen und Männern die Ehe, die sich einen eigenen Hausstand leisten konnten. Die „Obrigkeit“ wollte damit bürgerliche Moralvorstellungen zu Ehe, Sexualität und ein Leben in „Unterwürfigkeit, Demut und Fleiß“ durchsetzen. Zwar stieg das Heiratsalter an, aber auch die Anzahl der außerehelichen Geburten.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts flüchteten viele junge Frauen vor der Enge auf dem Land in die Städte, wo die „Dienstbotennot“ neue Erwerbsmöglichkeiten und Freiräume bot.
Bereits die erste Auflage des Werks wurde von 1994 vom Land Niedersachsen gefördert. Über das Programm „älter.bunter.weiblicher“ des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung war es der Gleichstellungsbeauftragten 22 Jahre später möglich, Fördermittel für eine zweite Auflage des Buches gewinnen. So konnten weiterführenden Schulen im Landkreis Wesermarsch Klassensätze und Exemplare für Fachlehrkräfte kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Für weitere Informationen zur Frauengeschichte und zum Werk von Eugenie Berg steht die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wesermarsch, Ulla Bernhold, zur Verfügung unter Telefon 04401 927 288 oder gleichstellungsbeauftragte@lkbra.de. Das Buch von Eugenie Berg „Frauenleben in der Wesermarsch im 19. und frühen 20. Jahrhundert“ (ISBN 978-3-7308-1333-1) ist im Buchhandel oder beim Landkreis Wesermarsch erhältlich.


Fotos: Matthias Sturm



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