Entschädigungen wegen Quarantäne und Kinderbetreuung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)


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Corona: Entschädigungen

> nach § 56 Abs. 1 IfSG

Personen, die aufgrund einer behördlichen Anordnung einer häuslichen Absonderung (Quarantäne) oder einem Tätigkeitsverbot unterliegen, haben grundsätzlich Anspruch auf Erstattung des erlittenen Verdienstausfalles.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber in den ersten sechs Wochen die Entschädigung in Höhe von 100 % des erlittenen Netto-Verdienstausfalles aus. Auf Antrag wird dem Arbeitgeber die Entschädigung durch die zuständige Behörde gewährt. Nach Ablauf von sechs Wochen müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen eigenen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen. Hierzu wenden Sie sich ggf. bitte an die o. g. E-Mail-Adresse. Die Entschädigung beträgt ab der siebten Woche 67 % des erlittenen Netto-Verdienstausfalls

Erforderliche Nachweise:

  • Gehaltsabrechnungen der von der häuslichen Absonderung (Quarantäne) oder dem Tätigkeitsverbot betroffenen MonateGehaltsabrechnungen der beiden Monate die vor dem von der Quarantäne oder dem Tätigkeitsverbot betroffenen Monat liegenBescheid über die Anordnung der Quarantäne bzw. des Tätigkeitsverbots
  • Bescheinigung der jeweiligen Krankenkasse über das Nichtvorliegen einer Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum der Quarantäne bzw. des Tätigkeitsverbots
  • Bei Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit während des Zeitraums der Quarantäne bzw. des Tätigkeitsverbots ist die entsprechende Bescheinigung beizulegen
  • Insoweit die Quarantäne bzw. das Tätigkeitsverbot für 5 Kalendertage oder weniger angeordnet wurde, ist ein Nachweis über den Ausschluss des Lohnfortzahlungsanspruchs der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers aus § 616 Bürgerliches Gesetzbuch, in Form eines Auszugs aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag, beizufügen
  • Ggf. Vollmacht
 

Selbstständig Tätige:

Selbstständig Tätige stellen ihren Antrag selbst und erhalten innerhalb der ersten sechs Wochen eine Entschädigung in Höhe von 100 % des erlittenen Netto-Verdienstausfalles. Daneben werden Sozialversicherungsbeiträge in angemessenem Umfang sowie ggf. weiterlaufende notwendige Betriebsausgaben erstattet. Ab der siebten Woche beträgt die Entschädigung noch 67 % des entstandenen Netto-Verdienstausfalls.

Erforderliche Nachweise:

  • Letzter Steuerbescheid des zuständigen Finanzamtes
  • Bescheid über die Anordnung der Quarantäne bzw. des Tätigkeitsverbotes
  • Nachweis über die Höhe und Zusammensetzung der Sozialversicherungsbeiträge
  • Ggf. Vollmacht
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>> hier geht's direkt zum Online-Portal der Antragstellung

 

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter https://ifsg-online.de/index.html !

> nach § 56 Abs. 1a IfSG

Die neue Vorschrift des § 56 Absatz 1a Infektionsschutzgesetz gewährt erwerbstätigen Sorgeberechtigten, die ihre Kinder infolge der behördlichen Schließung oder eines Betretungsverbots von Kinderbetreuungseinrichtungen, wie Kita oder Schule, selbst betreuen müssen und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, unter bestimmten Voraussetzungen einen Entschädigungsanspruch. Gleiches gilt insoweit gegen das Kind eine häusliche Absonderung (Quarantäne) ausgesprochen wurde.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber die Entschädigung aus. Die Höhe der Entschädigung beträgt von Beginn an 67 % des erlittenen Netto-Verdienstausfalles. Der Arbeitgeber erhält die Erstattung auf Antrag von der zuständigen Behörde.

Erforderliche Nachweise:

  • Gehaltsabrechnungen der Monate in dem das Betreuungserfordernis gegeben war
  • Gehaltsabrechnungen der beiden Monate die vor dem Monat liegen in dem das Betreuungserfordernis gegeben war
  • Bescheid über die Anordnung der Quarantäne gegenüber dem Kind bzw. Nachweis über Schließung der Betreuungseinrichtung
  • Nachweis darüber, dass die zusätzlichen Tage mit Anspruch auf Kinderkrankengeld (§ 45 Absatz 2a Fünftes Sozialgesetzbuch) bereits vollständig in Anspruch genommen wurden (diese sind vorrangig)
  • Ggf. Vollmacht

Selbstständig Tätige:

Selbstständig Tätige stellen ihren Antrag selbst und erhalten eine Entschädigung in Höhe von 67 % des erlittenen Netto-Verdienstausfalles. Daneben werden Sozialversicherungsbeiträge in angemessenem Umfang sowie ggf. weiterlaufende notwendige Betriebsausgaben erstattet.

Erforderliche Nachweise:

  • Letzter Steuerbescheid des zuständigen Finanzamtes
  • Bescheid über die Anordnung der Quarantäne des Kindes bzw. der Schließung der Betreuungseinrichtung
  • Nachweis über die Höhe und Zusammensetzung der Sozialversicherungsbeiträge
  • Ggf. Vollmacht
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>> hier geht's direkt zum Online-Portal der Antragstellung

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Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter https://ifsg-online.de/index.html !

Allgemeine Hinweise:

Für Auszubildende sind aufgrund Ihres Lohnfortzahlungsanspruchs aus § 19 Berufsbildungsgesetz in der Regel keine Entschädigungszahlungen möglich. Auch für Bezieher von Aufwandsentschädigungen (FSJ, Zivildienst, BFD u. Ä.) sind keine Entschädigungsleistungen vorgesehen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die auf Basis eines Minijobs (450 €) beschäftigt sind, können Entschädigungsleistungen erhalten.

Die Verdienstabrechnungen der von der Quarantäne bzw. dem Tätigkeitsverbot Betroffenen müssen zwingend den Brutto-Verdienstausfall darstellen sowie die steuerfrei ausgezahlte Netto-Entschädigung ausweisen. Der Bezug der steuerfreien Entschädigungsleistungen löst seitens der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung aus (Progressionsvorbehalt).

Ein Antrag nach § 56 Absatz 1a Infektionsschutzgesetz (Betreuungserfordernis) kann erst gestellt werden, insoweit die zusätzlichen Tage mit Anspruch auf Kinderkrankengeld aus § 45 Absatz 2a Fünftes Sozialgesetzbuch bereits vollständig in Anspruch genommen wurden.

Sollte die Online-Antragstellung nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an die o. g. E-Mail-Adresse.

Aufgrund der Vielzahl von Anträgen sowie den bereits angewachsenen Rückständen bittet die Kreisverwaltung darum, eine Antragstellung möglichst über das Online-Portal vorzunehmen. 

Darüber hinaus wird auch darum gebeten, von Rückfragen zum Sachstand abzusehen. 

 


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Landkreis Wesermarsch
Fachdienst 53 - Gesundheit
Corona-Entschädigung
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Frau Duwe      04401 927-704

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Portal zur Online-Antragstellung:
www.ifsg-online.de