Verstärkerbusse vorübergehend auf bestimmten Linien im Einsatz

 Kreisverwaltung wertet alljährlich Fahrgastzahlen zum Schuljahresbeginn aus 

Auch in diesem Jahr hat die Kreisverwaltung des Landkreises Wesermarsch die ersten Tage nach Schulbeginn genutzt, um die Fahrgastzahlen in den Schulbussen zu beobachten und bei Bedarf mit dem Einsatz so genannter Verstärkerbusse auf eine überhöhte Nachfrage kurzfristig zu reagieren. Für Matthias Bühnemann, stellvertretender Fachdienstleiter für Schulen, Kultur und Sport beim Landkreis Wesermarsch, ist dieses Prozedere nichts Besonderes: „Die Stundenpläne für den Ganztagsbetrieb werden vielerorts erst innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Schulstart fertiggestellt. Dieses führt anfangs zu einem verstärkten Fahrgastaufkommen nach Schulschluss. Mit der uneingeschränkten Aufnahme des Ganztagsbetriebes entzerrt sich die Nachfrage wiederum erfahrungsgemäß“, so Bühnemann.

Einer dieser Verstärkerbusse verkehrt seit dem 7. September auf der Linie 425 in beiden Fahrtrichtungen von Nordenham nach Brake. Sowohl die Fahrten zur ersten Schulstunde als auch die Fahrten nach der sechsten Unterrichtsstunde profitieren davon. Am Standort Brake fährt der Verstärkerbus nach der sechsten Stunde an der Haltestelle BBZ Stadion ab. Die Fahrgäste wurden vom Fahrpersonal entsprechend informiert. Die Verstärkerbusse werden zunächst für zwei Wochen eingesetzt. Bis dahin stehen die Stundenpläne mit allen Nachmittagsangeboten weitestgehend fest. Solange können die Fahrgastzahlen beobachtet werden.

Schon seit dem 3. September werden auf den Linien 461 (Moorhausen – Elsfleth) und der daraus hervorgehenden 451 (Elsfleth – Brake) Verstärkerbusse eingesetzt. Im Einzelnen betrifft das die morgendliche Fahrt der 461. Ab „Neuenfelde Abeler“ wird ein zusätzlicher Bus zum Schulzentrum in Elsfleth eingesetzt. Dieses Fahrzeug fährt auf der Linie 451 direkt zum Schulstandort Brake weiter.

Diese Maßnahme hatte die Kreisverwaltung schon länger ins Auge gefasst: „Die Maßnahmen auf den Linien 451 und 461 sollten ursprünglich bereits in der zweiten Hälfte des vergangenen Schuljahres umgesetzt werden. Aufgrund der verkleinerten Lerngruppen in der Corona-Zeit war eine Verstärkung vor den Sommerferien aber nicht mehr erforderlich. Mit dem neuen Schuljahr wurden die bekannten Fahrten nun nochmals überprüft und kurzfristig entsprechend verstärkt“, berichtet Matthias Bühnemann.

Ebenfalls seit dem 3. September werden auf der Linie 450 (Berne – Lemwerder) zwei Fahrten verstärkt. Zum einen ist das die Fahrt ab „Berne Alte Molkerei“ morgens zur ersten Unterrichtsstunde zum Schulzentrum Lemwerder. Zum anderen die Fahrt nach der sechsten Schulstunde von Lemwerder nach Berne.


Neue Linienführung

Dass eine Reaktion auf hohe Fahrgastaufkommen jedoch nicht zwangsläufig den Einsatz von Verstärkerfahrzeugen erforderlich machen muss, zeigt sich unter anderem an den Linien 451 und 461, die nach der 6. Unterrichtsstunde von Brake nach Elsfleth bzw. Moorhausen fahren. Seit dem heutigen Montag, 14. September, wird die Linienfahrt so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler, die von Brake nach Moorhausen wollen, ab der Haltestelle BBZ Stadion zukünftig den Bus um 13.35 Uhr nehmen müssen, der direkt zum Schulzentrum Elsfleth fährt und sich dort in die Linie 461 umwandelt. Der bisherige Bus mit der Abfahrt um 13.30 Uhr bediente zuerst alle Haltestellen am Deich, bis er am Schulzentrum in Elsfleth sich in die Linie 461 umwandelte. „Bei der bisherigen Linienführung kam es vor, dass in einigen Fahrzeugen freie Sitzplätze vorhanden waren und in anderen Fahrzeugen mit gleicher Fahrtrichtung Stehplätze genutzt wurden“, so Bühnemann. Mit der neuen Linienführung soll eine möglichst gleichmäßige Auslastung bewirkt werden. Dies sei aber nur möglich, wenn die Fahrgäste die Wahl des Fahrzeuges von der Auslastung des Fahrzeuges abhängig machen. Soll heißen: „Viele Schülerinnen und Schüler wollen gerne mit ihren Freundinnen und Freunden fahren und nehmen dafür sogar längere Fahrtzeiten in Kauf“, nennt Bühnemann eine bekannte Alltagsproblematik. Die Schwierigkeit daran: „Ein solches Verhalten ist schwer einzuplanen und kann gegebenenfalls zu ungleichmäßigen Verteilungen in den Bussen führen.“

Kriterien der Schülerbeförderungssatzung

Der Landkreis Wesermarsch hat in seiner Satzung über die Schülerbeförderung schon vor der Corona-Pandemie geregelt, dass in den eingesetzten Bussen die Stehplatzauslastung neben der vollständigen Sitzplatzausnutzung maximal 50 Prozent der gesetzlich zugelassenen Kapazität betragen darf. Geringfügige und kurzfristige Überschreitungen der Auslastung sind z.B. bei Unterrichtsausfällen möglich. Mit dieser Regelung hat der Landkreis als Träger der Schülerbeförderung dazu beigetragen, dass die Grenze für einen überfüllten Schulbus klar definiert ist. Wird diese Grenze dauerhaft überschritten, wird gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) und den jeweiligen Verkehrsunternehmen an einer zeitnahen Lösung gearbeitet.

 

Landkreis Wesermarsch
Poggenburger Straße 15
26919 Brake

Telefon:  04401 927-0
Telefax:  04401 3471
E-Mail:
landkreis-wesermarsch@lkbra.de

Allgemeine Öffnungszeiten:
Mo. - Fr.    08:30 - 12:00 Uhr
Mo. - Do.  14:00 - 15:30 Uhr
und nach Vereinbarung



>> Öffnungszeiten der

      Zulassungsstellen

     Service der Kfz-Zulassung:
     Online-Ticket buchen

 Hilfsangebote
 bei häuslicher Gewalt

>> Beratungs- und Interventionsstelle [BISS]