Ablauf der Impfungen nach der Öffnung der Priorisierung neuer Berufs- und Personengruppen

Das Impfzentrum in Brake arbeitet seit Anfang Mai weiterhin im Bereich der durch das Land vorgegebenen Spitzenlast von rund 2.600 Impfungen pro Woche. Auch am Himmelfahrts-Feiertag hatte das Impfzentrum geöffnet und hier rund 400 Personen aus dem Bereich Schulen und rund 60 Angehörige der Feuerwehr geimpft. Hierbei handelt es sich - neben den Personen aus dem Bereich der Jugendhilfeeinrichtungen – um solche Gruppen, die seit Anfang Mai per Erlass durch das Land zur Impfung priorisiert sind. Parallel dazu werden nach wie vor die priorisierten Altersgruppen terminiert.

Nach nunmehr rund 4,5 Monaten Impfbetrieb und einer ständig wachsenden Zahl an Impflingen pro Monat liegt im Mai erstmals die Anzahl der gelieferten Impfdosen für die Zweitimpfungen auch im Landkreis Wesermarsch vor der Zahl für die Erstimpfungen – mehr als 60% werden daher im Mai Zweitimpfungen sein. Weiter in Richtung Zweitimpfungen verschieben wird sich die Situation ab Anfang Juni, da hierfür bisher fast ausschließlich Zweitimpfdosen angekündigt wurden. Somit können auch aus den hinzugekommenen neu priorisierten Personengruppen nicht so viele neue Impfwillige berücksichtigt werden, wie es sich viele aus diesem Bereich wünschen. Landrat Thomas Brückmann dazu: „Ich kann die Ungeduld in allen Gruppen nachvollziehen. Die Menschen erwarten, dass nach einer Erweiterung der Priorisierung die Impfung auch entsprechend schnell erfolgen kann. Das Impfzentrum wird aber auch im Mai über 10.000 Impfungen durchführen und damit die zur Verfügung stehenden Lieferungen wie vorgegeben vollständig verabreichen.“

Der Landkreis steht in engem Austausch mit den Führungskräften der Kreisfeuerwehr, wo der Unmut auch öffentlich artikuliert worden war, dass für die vornehmlich ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehren nach der Öffnung der Priorität nicht gleichzeitig auch zusätzlicher Impfstoff zur Verfügung gestellt wurde. Insgesamt konnten von etwa 980 impfwilligen Feuerwehrleuten bis einschließlich gestern rund 360 Feuerwehrkamerad_innen im Impfzentrum versorgt werden. „Leider sieht die Situation in benachbarten Landkreisen anders aus, da dort als zwischenzeitliche Hochinzidenzkommunen Sonderlieferungen an Impfstoffen erfolgt sind und hiermit alle Feuerwehren kurzfristig geimpft werden konnten“, erläutert Landrat Thomas Brückmann. Gleichzeitig bittet er um Verständnis, dass mit den normalen Impfstoffmengen, die sich an der Bevölkerungszahl eines Landkreises bemisst, keine Bevorzugung einer Gruppe stattfinden kann: „Nach einer so langen Zeit der Schulschließungen, die nicht nur die Schüler_innen, sondern die gesamten Familien belastet haben, war es wichtig, auch hier einen Fokus zu setzen. Wir haben in den letzten Monaten erlebt, wie schnell die Inzidenzzahlen steigen können und der Schulbetrieb dann besonders betroffen ist.“

Mitte dieser Woche wurde bekannt, dass offenbar über die Hausarztpraxen großen Mengen des Wirkstoffs AstraZeneca nicht abgerufen werden und so hohe Bestände in den Apotheken liegen würden. Wenn es tatsächlich so viele Bestände am freigegebenen Impfstoff AstraZeneca in Niedersachsen im Bereich der Apotheken gibt, dann hätte das Land diese nicht nur in die Impfzentren steuern sollen, sondern auch gleichzeitig hier ermöglichen müssen, dass dort auch Personen unter 60 Jahre geimpft werden dürfen. In der Altersgruppe unter 60 Jahre darf aktuell im Impfzentrum nicht mit AstraZeneca geimpft werden, sodass dieser Wirkstoff nur über die Arztpraxen ausgegeben werden kann. Die Feuerwehren der Wesermarsch haben diese Möglichkeit mittlerweile genutzt. Eine große Anzahl an Kräften wird in dieser und der kommenden Woche nunmehr in der Praxis von Dr. Schmid aus Nordenham entsprechend versorgt, da dort eine entsprechende Anzahl an Impfdosen von AstraZeneca geordert wurde. Organisiert wurde dieses maßgeblich über den stellvertretenen Kreisbrandmeister Ralf Hoyer aus Nordenham, der dort auch Stadtbrandmeister ist: „Ich freue mich, dass es nach meinem Weckruf in der letzten Woche gelungen ist, mit Unterstützung der Praxis von Dr. Schmid unmittelbar aktiv zu werden, sodass wir hoffentlich noch im Mai über die Praxis und das Impfzentrum insgesamt alle Kamerad_innen versorgen können. Ich bin auch von anderen Ärzten angerufen worden, die Ihre Unterstützung für die Feuerwehr angeboten haben und impfen wollten. Für mich ein wichtiges Signal, dass unsere Arbeit für die Gesellschaft wahrgenommen wird.“

Das parallele Impfen im Impfzentrum und den Hausarztpraxen hat die Schlagzahl insgesamt deutlich erhöht. Dadurch, dass sich viele Impfberechtigte aber sowohl beim Hausarzt als auch über das Portal des Landes und somit beim Impfzentrum anmelden, entstehen aber auch besondere Herausforderungen auf Seiten des Impfzentrums und der Kreisverwaltung. So hat sich im Falle der Schulen im Bereich der Sekundarstufe I und II, die ab Anfang Mai impfberechtigt waren, gezeigt, dass digitale Namenslisten des Schulpersonals aufgrund einer doppelten Anmeldung einzelner Personen, die schon auf der Warteliste des Landes standen, nicht hochgeladen werden konnten. Hier musste durch die Johanniter im Impfzentrum und den Fachdienst 40 Schulen im Kreishaus entsprechend nachgesteuert werden, um das Personal tatsächlich terminieren zu können. Nach diesen Anlaufschwierigkeiten werden aber bereits zu Beginn der nächsten Woche deutlich mehr als die Hälfte der Schulen im Bereich der Sekundarstufe I und II vollständig geimpft sein. Parallel erfolgt die Versorgung der ebenfalls neu priorisierten Beschäftigten in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Die Grund- und Förderschulen waren bereits im März und April versorgt worden.

Um einen zügigen Ablauf des Impfens zu ermöglichen, wird erneut darum gebeten, dass alle Impflinge die aktuellen Unterlagen möglichst schon ausgefüllt mitbringen. Diese sind etwa auf der Homepage des Landkreises abrufbar. Bei Rückfragen dazu stehen die Mitarbeiter der Johanniter beim Impftermin vor Ort gerne zur Verfügung. Weiterhin sollte versucht werden, Termine möglichst immer abzusagen, falls dieses aufgrund einer zwischenzeitlichen Impfung an anderer Stelle oder aus sonstigen Gründen erforderlich ist. Damit bietet sich für andere Personen die Chance, sich kurzfristig impfen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird darauf verwiesen, dass das Land mittlerweile die Möglichkeit geschaffen hat, Termine auch online wieder zu stornieren: www.impfportal-niedersachsen.de. Unter dieser Adresse werden ebenfalls im Zusammenhang mit Stornierungen frei gewordene Termine zur sofortigen Buchung für Impfberechtigte nach der gültigen Priorisierung angeboten. Das Land hat diese sogenannte Terminbörse geschaffen, um stornierte Termine kurzfristig neu vergeben zu können. Eine gesonderte Warteliste im Impfzentrum wird nicht geführt.

Der Landkreis berichtet regelmäßig über das Impfgeschehen auf seiner Homepage. Weiterhin stehen die Mitarbeiter_innen der Johanniter über das Infotelefon des Impfzentrums unter der Nummer 04401 927 801 wochentags zwischen 8:00-15:00 Uhr für alle Bürger_innen zur Verfügung, die konkrete Nachfragen zu bestätigten Terminen haben. Dorthin ist auch der Kontakt per Mail - IZ.Wesermarsch@johanniter.de - möglich.

Der Landkreis und die Johanniter bitten in diesem Zusammenhang um Verständnis, dass an einigen Tagen ein hohes Aufkommen an Fragen vorherrscht, sodass diese nicht unmittelbar beantwortet werden können.

Landkreis Wesermarsch
Poggenburger Straße 15
26919 Brake

Telefon:  04401 927-0
Telefax:  04401 3471
E-Mail:
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