Hilfeleistung durch Bundeswehr in den Alten- und Pflegeheimen durch positive Lageentwicklung beendet

Aufgrund der anhaltend guten Lageentwicklung, die sich besonders in den fallenden 7- Tagesinzidenzwerten ausdrückt, konnten im Landkreis Wesermarsch am letzten Wochenende die Soldatinnen und Soldaten ihre Hilfeleistung in den Alten- und Pflegeheimen beenden. Diese hatten in einigen Fällen über Monate hinweg darin bestanden, das Personal in den jeweiligen Einrichtungen im Bereich des Besuchermanagements und der Durchführung von Coronaschnelltests zu unterstützen.

Im Dezember waren die Infektionszahlen im Landkreis Wesermarsch stark gestiegen, die Impfungen hatten noch nicht begonnen und die Auflagen für den Betrieb der Heime zum Schutz der dort wohnenden Personen und tätigen Mitarbeiterinnen stellten eine erhebliche Mehrbelastung dar. Daher hatten die ersten Einrichtungen zum Jahresende beim Landkreis Wesermarsch den Bedarf an externer Unterstützung angezeigt, da man nicht mehr in der Lage war, den Betreibe allein mit eigenen Kräften sicher zu stellen. Dieses besonders vor dem Hintergrund, dass das eigene Personal bereits seit Monaten unter einer starken Arbeitsbelastung stand und die zusätzlichen coronabedingten Aufgaben auch durch anderes Personal nicht abgedeckt werden konnte.

Geeignetes Personal für solche Aufgaben war weder auf dem Arbeitsmarkt kurzfristig verfügbar, noch konnten Hilfsorganisationen aushelfen, da man dort ebenfalls mit Aufgaben zur Bewältigung der Pandemie beschäftigt war.

Nachdem das Bundeskanzleramt die Hilfe der Bundeswehr zur Bekämpfung der Pandemie auch im Bereich der Heime angeboten hatte, hat sich der Landkreis unmittelbar mit dem Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr abgestimmt. Nach Einreichung der sogenannten Hilfeleistungsanträge von Seiten des Landkreises über das KVK an das Landeskommando Niedersachen konnten bereits Anfang Januar die ersten Soldat_innen in zwei Einrichtungen tätig werden. Hier stand aufgrund der strengen Hygienevorschriften im Zusammenhang mit den Besuchen in den Heimen eine Unterstützung bei der Organisation dieser Aufgaben im Vordergrund. Durch die Hilfeleistungsanträge des Landkreises war die Bundeswehr in Amtshilfe in den Einrichtungen tätig. Dieses erfolgte somit auf Grundlage des Grundgesetzes zur Bewältigung der besonderen Lage in ihrer Einstufung als Katastrophe (Art. 35 GG). Hierzu Landrat Thomas Brückmann: „Ich bin begeistert, wie gut hier auf den Strukturen des Katastrophenschutzes aufgebaut werden konnte und es damit möglich war, dass unsere Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr kurzfristig und bedarfsgerecht umgesetzt wurden.“

Insgesamt konnten seit Anfang Januar bis zum Ende der Hilfeleistungen in der letzten Woche in insgesamt 11 Einrichtungen mit bis zu 21 Soldatinnen und Soldaten aus den Standorten Rotenburg (Wümme), Seedorf und Wilhelmshaven eine Unterstützung erfolgen. Der Schwerpunkt lag zuletzt im Bereich der Durchführung von Coronaschnelltests für Mitarbeiter_innen, Bewohner_innen und Besucher_innen. KVKLeiter Oberstleutnant d.R. Sven Dunker: „Wir konnten vor Ort schnell feststellen, dass die Unterstützung dringend benötigt wird, um den Betrieb in den Heimen zu stabilisieren. Daher waren wir froh, dass sich die Kamerad_innen vor Ort bei den für sie oftmals atypischen Aufgaben schnell eingefunden haben und die Hilfe sofort wirksam wurde.“

Nachdem die Heime Mitte März durchgeimpft worden waren, verbesserte sich die Lage ab Mitte April langsam und in den ersten Heimen konnte die Unterstützung zurückgefahren werden. Weil sich ab Mai auch in der Wesermarsch eine verlässliche Lageverbesserung ergeben hatte, ergab sich nicht mehr die Notwendigkeit der externen Unterstützung in den Heimen und die Hilfeleistungsanträge konnten auslaufen. Aufgrund des mehrmonatigen Einsatzes ist es für die Bundeswehr wichtig, sich nun auch wieder vermehrt den eigentlichen Kernaufgaben zu widmen und einen geregelten Ausbildungsund Übungsbetrieb vollziehen zu können.

Landrat Thomas Brückmann hatte in der Hochphase der Unterstützung die neu eingesetzten Bundewehrkräfte teilweise vor der fachlichen Einweisung im Bereich der Schnelltests persönlich begrüßt und zieht insgesamt ein positives Fazit des Einsatzes: „Für viele ist die Bundeswehr heute in der Fläche aufgrund der Reduzierung ihrer Standorte nicht mehr so präsent wie früher. Hier konnte die Bundeswehr in der Fläche unter Beweis stellen, welchen wichtigen Beitrag sie bei der Bewältigung einer Notlage leisten kann. Ich bin der Bundeswehr, dem Kreisverbindungskommando und allen vor Ort eingesetzten Soldat_innen für das gezeigte Engagement sehr dankbar."

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