Impfaufruf des Landrates

Landrat Thomas Brückmann ruft alle noch ungeschützten Bürger_innen auf, die Chance einer kurzfristigen Impfung zu ergreifen

Während noch im gesamten Monat Mai durch die damals einzuhaltende Priorisierung bei gleichzeitig zu geringen Impfstoffmengen nicht alle Berufs- und Altersgruppen versorgt werden konnten, hat sich mit Ablauf des Monats Juni die Situation komplett gedreht:

Die für das Impfzentrum in Brake vorliegende Warteliste ist so gut wie abgearbeitet. Personen, die sich noch darauf befinden, können etwa aufgrund der einzuhaltenden Wartezeit nach einer Infektion nicht unmittelbar versorgt werden. Erstmals seit Beginn des Impfbetriebs werden in das digitale Impfportal eingestellte freie Termine nicht mehr belegt. Die in der letzten Zeit dargestellte Anzahl von rund 2.600 tatsächlichen Impfungen pro Woche lässt sich so nicht weiter fortführen. In den vergangenen Tagen erscheinen immer mehr Personen nicht zu ihren Terminen im Impfzentrum und erklären auf Nachfrage gegenüber dem Personal der Johanniter, dass man sich nicht mehr impfen lassen wolle, da die Pandemie ja überstanden sei.

„Während in den vergangenen Monaten eine Hauptaufgabe darin bestand, die Leute zu vertrösten und um Geduld zu bitten, stehen nun für Juli sehr viele freie Plätze zur Verfügung“ stellt Torsten Dallmeyer, Leiter des Impfzentrums Brake, fest. Hierbei gehe es nicht um Kapazitäten mit dem Wirkstoff von AstraZeneca, bei denen man aufgrund der öffentlichen Diskussion schon über einen längeren Zeitraum viele Absagen erhalten habe. Die jüngst in das Portal für Juli eingepflegten Termine sind solche, die sich auf mRNA-Wirkstoffe beziehen, bisher also in der Terminvergabe kaum von Stornierungen betroffen waren.

„Auch wenn wir im Bereich des Impfens in den vergangenen sechs Monaten schon weit gekommen sind und insgesamt mehr als 85.000 Impfungen durch die Praxen und das Impfzentrum verabreicht wurden, so haben wir noch nicht den Grad der Durchimpfung erreicht, der uns langfristig vor einer möglichen neuen Welle schützt“, warnt Landrat Thomas Brückmann. “Ich rufe daher alle impfberechtigten Bürger_innen in der Wesermarsch auf, sich nun anzumelden und die Chance auf eine kurzfristige Impfung zu nutzen.“

Der Landrat denkt hierbei insbesondere an die Bevölkerungsgruppe, die sich aktuell nicht durch eine Impfung schützen kann, also Kinder unter 12 Jahren. Diese, zumeist Grundschüler, sollen im Herbst wieder im Präsenzunterricht in geschlossenen Räumen eng beieinandersitzen. Dieses wird dauerhaft nur möglich sein, wenn alle anderen Personengruppen, für die eine Impfung ohne Einschränkung möglich ist, geimpft sind und damit sich und auch die Kinder schützen. „Es wäre aus meiner Sicht fatal, wenn aufgrund einer temporär sehr guten Infektionslage die Impfbereitschaft nachlässt und dann im Herbst bei womöglich steigenden Zahlen die Schulen wieder schließen müssen. Jeder der aktuell noch zögert, sollte sich vor Augen führen, dass der Landkreis vor wenigen Wochen noch Hochinzidenzkommune war und welche Auswirkungen dieses auf das soziale und wirtschaftliche Leben
hatte“ erinnert Thomas Brückmann an die lange Phase der massiven Restriktionen, die von Schul- und Geschäftsschließungen bis zu nächtlichen Ausgangssperren geprägt war.

Da die Impfzentren in Niedersachsen nach aktuellem Stand Ende September schließen, wird die letzte Erstimpfung in Zentrum der Wesermarsch nach derzeitiger Planung am 19. August erfolgen. Danach werden nur noch Zweitimpfungen durchgeführt und die Zahlen, die im Mai und Juni bei jeweils über 10.000 Impfungen lagen, langsam runtergefahren. Das Zeitfenster, in dem sich die Bürger_innnen auf den Weg in das Impfzentrum in Brake machen können, um einen wertvollen Beitrag für die eigene Gesundheit und den Schutz ihrer Mitmenschen zu leisten, ist also nicht mehr sehr lang. Die letzten Monate haben gezeigt, dass durch die Nutzung aller Impfmöglichkeiten, also der Arztpraxen, der Betriebsärzte und der Impfzentren der schon lange angekündigte Impferfolg bis zum Herbst erreicht werden kann.

 

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