Landkreis erhält weitere Förderung vom Land Niedersachsen für den Breitbandausbau

Der Landkreis Wesermarsch erhält für sein gegenwärtiges Breitband-Ausbauprojekt eine weitere Landesförderung in Höhe von 4,359 Mio. Euro und somit insgesamt rd. 9,634 Mio. Euro vom Land.

Aus dem Sondervermögen zur Covid-19-Pandemie stellt das Land Niedersachsen allen antragstellenden Landkreisen eine erhöhte Förderung zur Verfügung, wenn aufgrund der Corona-Pandemie im Haushalt Mehraufwendungen von mind. 5 % belegt werden können.

Bislang hatte sich das Land Niedersachsen mit seiner Breitbandförderung auf ein Modell zurückgezogen, wonach für jede ausbaufähige Adresse ein Zuschuss von max. 2 Tsd. Euro gezahlt wurde. Dass dies bei weitem nicht ausreichen würde, da gerade die Adresse im ländlichen Raum teuer erschlossen werden müssen, teilte jetzt der Projektleiter für den Breitbandausbau bei der Kreisverwaltung, Matthias Sturm, mit. Sturm: „Wenn man bedenkt, dass in der Wesermarsch jede erschlossene Adresse im Durchschnitt rd. 15 Tsd. Euro kostet, kann man sich leicht ausrechnen, dass auch mit einem 50 %-igen Zuschuss durch den Bund ein erheblicher Eigenanteil beim Landkreis und den Kommunen verblieben wäre. Da kam die 25 % pauschalierte Förderung des Landes gerade Recht, auch wenn damit die 40%-ige Förderung des Landes aus dem ersten Förderprojekt nicht erreicht wird. Die Deckelung lag seinerzeit allerdings bei 2 Mio. Euro.“

Die abzudeckende Wirtschaftlichkeitslücke für den Ausbau der rd. 2844 Privatadressen und 238 Gewerbebetriebe liegt insgesamt bei rd. 46,5 Mio. Euro. „Das ist das mit Abstand derzeit größte eigene Infrastrukturprojekt des Landkreises Wesermarsch und wir sind stolz darauf, dass wir damit dem bislang in der Kommunikation abgehängten ländlichen Raum einen großen Schub verpassen können“, sagt Landrat Stephan Siefken.

Auch die Kommunen dürften sich über den Nachschlag vom Land freuen.

„Wenn wir die erwartete maximale Förderung vom Bund und Land durch endgültige Zuwendungsbescheide schwarz auf weiß in der Hand halten – bislang sind diese der Höhe nach nur vorläufig – kann der Landkreis mit rd. 3,8 Mio. und können die Kommunen mit rd. 2,1 Mio. Euro gegenüber dem ursprünglichen Zahlungsverhältnis entlastet werden“, fährt der Landrat fort. Die unterschiedlichen Zahlen resultieren daraus, dass der Landkreis 2/3 des Eigenanteils und die Kommunen zusammen 1/3 des Eigenanteils tragen.

Der Baustart ist auch gar nicht mehr so weit entfernt. In den Gewerbegebieten startet die beauftragte EWE planmäßig im 1. Quartal 2022 und in den Privatadressen im 2. Quartal 2022. „Nach dem Baustart der Privatkundenadressen werden die ersten Anschlüsse im noch Laufe des Jahres 2022 geschaltet werden. Allerdings lassen die verfügbaren Tiefbaukapazitäten keinen gleichzeitigen Ausbau in allen Ausbaugebieten der Wesermarsch zu. Ein Zeitplan, wann in den einzelnen Projektgebieten gebaut wird, wird ebenfalls zum Baustart zur Verfügung stehen“, so Marc Eden (bei EWE zuständiger Projektleiter für den Breitbandausbau der Wesermarsch). „Bei den 228 Gewerbeadressen wird uns das deutlich schneller, nämlich bis voraussichtlich zum Ende des 2. Quartals 2022, gelingen können“, so Eden weiter.

Auskünfte erteilt der zuständige Projektleiter beim Landkreis Wesermarsch, Matthias Sturm, unter breitband@lkbra.de bzw. 04401-927 384.

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