Kreisverwaltung überträgt Aufgaben des Seniorenstützpunktes an die Caritas

Langfristig stabile Struktur – Angebotsvielfalt wird erhalten!

Der Landkreis Wesermarsch stellt die Arbeit des Seniorenstützpunktes auf neue Füße. Wobei diese im Grunde genommen gar nicht so neu sind. „Seit Jahresbeginn übernimmt der Caritasverband im Kreis Wesermarsch e.V. die Aufgaben, die in den vergangenen Jahren von der Kreisverwaltung des Landkreises Wesermarsch übernommen wurden“, berichtet Volker Blohm, Leiter des Gesundheitsamtes, bei dem der Seniorenstützpunkt bis zum Jahreswechsel angegliedert war.

Bevor wiederum die Seniorenarbeit im Rahmen des Seniorenstützpunktes auf Wunsch des Landes Niedersachsen mit dem Pflegestützpunkt des Landkreises Wesermarsch zusammengeführt wurde, hatte bis zum Februar 2015 bereits die Caritas entsprechende Aufgaben in der Wesermarsch wahrgenommen. „Wir haben uns die aktuelle Entscheidung nicht leicht gemacht“, erläutert Blohm. „Allerdings sind wir der festen Überzeugung, dass die nun erfolgte Rückführung der Aufgaben des Seniorenstützpunktes an die Caritas für die Seniorenarbeit insgesamt in der Wesermarsch eine langfristig stabile Struktur bedeutet und somit die optimale Lösung ist, um den Anforderungen und Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren in der Wesermarsch heute und in der Zukunft gerecht zu werden“, so Blohm.


Ebenso sieht es die Caritas. Dazu Ralf Bunten, Geschäftsführer des Caritasverbandes im Kreis Wesermarsch e.V.: „Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis uns das Vertrauen schenkt und uns die Aufgabe des Seniorenstützpunktes überträgt. Dies ist eine optimale Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten, wie das Mehrgenerationenhaus und die Freiwilligenagentur EHRENSACHE, die sich in Trägerschaft des Caritasverbandes befinden.

Die Aufgaben des Seniorenstützpunktes werden ab sofort durch unsere neue Mitarbeiterin, Frau Christine Sassen-Schreiber, wahrgenommen. Frau Sassen-Schreiber ist Diplom Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin mit dem Studienschwerpunkt Gerontologie. Durch ihre langjährige Tätigkeit im sozialen Bereich ist sie sehr gut vernetzt und die Kooperation und Zusammenarbeit mit Behörden und Netzwerkpartnern gehörten in ihrem bisherigen Berufsleben zu ihren Aufgaben.“

Bis auf die neue „alte“ Zuständigkeit ändert sich folglich für die Senioren in der Wesermarsch nichts. Die Angebote, die bereits vor 2015 existierten, und jene, die in den vergangenen Jahren durch die Kreisverwaltung ins Leben gerufen und erfolgreich etabliert werden konnten, sollen nun von der Caritas fortgeführt werden. Dieses gilt für das Mobilitätstraining für Seniorinnen und Senioren ebenso wie für die Möglichkeit der Inanspruchnahme der ehrenamtlichen Wohnberater_innen und die kostenlose Duo-Schulung zu ehrenamtlichen Seniorenbegleiter_innen in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Wesermarsch. Auch die Seniorensprechstunde und das Angebot „HilDe“ (Hilfe bei Demenz) sollen fortgeführt werden. Die Caritas kann hierfür sowohl auf ihre eigenen Strukturen und Netzwerke bauen wie auch auf die vonseiten der Kreisverwaltung übergebenen Informationen hinsichtlich der Strukturen und Ansprechpartner zurückgreifen. „Besonders wichtig ist uns die enge Vernetzung mit den Seniorenvertretungen im Landkreis“, betont in diesem Zusammenhang Christine Sassen-Schreiber.

Für den Seniorenstützpunkt sind zukünftig zwei feste Anlaufstellen in der Wesermarsch geplant.

  • Der Seniorenstützpunkt Nord wird im Mehrgenerationenhaus in Nordenham angesiedelt.
    Hier befindet sich auch die Freiwilligenagentur EHRENSACHE. Die Einrichtungen sind gemäß Richtlinie dazu verpflichtet eng miteinander zu kooperieren, dies kann durch die räumliche Nähe optimal gewährleistet werden.

  • Der Seniorenstützpunkt Süd soll in Elsfleth angesiedelt werden.
    Entsprechende Räumlichkeiten stehen dort zur Verfügung. Durch die Aufteilung in Nord und Süd verspricht sich der Caritasverband eine bessere Erreichbarkeit des Angebotes für die Seniorinnen und Senioren in der Wesermarsch.

Der Pflegestützpunkt Wesermarsch verbleibt derweil weiterhin in der Zuständigkeit der Kreisverwaltung. „Dieses hat insbesondere den Hintergrund, dass gerade im Bereich des Pflegestützpunktes einige Schnittstellen zu weiteren Bereichen des Gesundheitsamtes, wie zum Beispiel zur Betreuungsstelle und zum Sozialpsychiatrischen Dienst, bestehen. Hier werden unter anderem aufgrund der Beeinträchtigungen der Betroffenen teilweise gemeinsame Hausbesuche durchgeführt mit dem Ziel, die bestmöglichen Hilfen einzurichten“, so Volker Blohm.


Kontakt Seniorenstützpunkt der Caritas

Ansprechpartnerin:

Christine Sassen-Schreiber
Telefon: 0176/554 26919

Mail: nord@seniorenstuetzpunkt-wesermarsch.de

 


Kontakt Pflegestützpunkt des Landkreises

Der Pflegestützpunkt des Landkreises Wesermarsch ist unter Telefon 04401-927 633 und 04401-927 621 sowie per Mail an ilse.lochau@lkbra.de und gudrun.hobbie@lkbra.de zu erreichen.


 

Hilfsangebote

bei häuslicher Gewalt

>> Beratungs- und Interventionsstelle [BISS]