Bürgermeister*innen und Landrat appellieren an Bevölkerung: Freien Wohnraum bitte melden!

„Die Städte und Gemeinden sowie der Landkreis bitten alle Bürger*innen der Wesermarsch, den Kommunen freien Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen zu melden“, richten die neun Bürgermeister*innen der Wesermarsch gemeinsam mit Landrat Stephan Siefken einen dringenden Appell an die Bevölkerung.

Vor dem Hintergrund der Kriegsvertriebenen aus der Ukraine, die der Wesermarsch vonseiten des Landes Niedersachsen bereits zugewiesen wurden, sei die Wohnraumsituation gegenwärtig sehr angespannt, so der Landrat. „Stand heute sind in der Wesermarsch 949 ukrainische Kriegsvertriebene und weitere 310 Asylbewerber*innen aus anderen Länder untergebracht“, nennt Siefken konkrete Zahlen. „Diese Menschen haben wir alle unterbringen können. Aber es werden noch weitere Flüchtlinge kommen, die unsere Hilfe benötigen“, sagt der Landrat mit Blick auf die vom Land Niedersachsen bisher festgelegte Aufnahmequote für die Wesermarsch, die bisher zu 85 Prozent erfüllt ist.

Ebenso sieht es Maren Würger, für das Ordnungsamt und die Ausländerbehörde zuständige Dezernentin der Kreisverwaltung: „Schon jetzt stellt sich die Situation in einigen Kommunen so dar, dass gar kein Wohnraum mehr zur Unterbringung weiterer Flüchtlinge zur Verfügung steht.“ Die Dezernentin weist zudem darauf hin, dass nicht vergessen werden dürfe, dass es unabhängig vom Ukraine-Krieg auch einen normalen Wohnbedarf gibt. In Elsfleth beispielsweise ist aufgrund des Campus ein erheblicher Bedarf an Studentenwohnungen, in Berne und Lemwerder sind im Zusammenhang mit den Werften Monteurswohnungen nachgefragt, in Butjadingen werden speziell für touristische Zwecke Wohnungen vorgehalten und auch in den übrigen Wesermarsch-Kommunen ist das Angebot an verfügbarem Wohnraum begrenzt. Kurzum: „Wir suchen insbesondere separate Wohnungen mit eigenem Eingang, gerne auch möbliert und barrierefrei“, fasst Maren Würger den Bedarf zusammen.

Gemeldet werden sollten die Wohnungen direkt bei der jeweiligen Kommune. Hier stehen die Mitarbeiter*innen in den Rathäusern den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite und nehmen die Wohnraumangebote gerne entgegen.

für Schutzsuchende infolge des Krieges in der Ukraine

> des Landkreises Wesermarsch

> der Nds. Landesregierung

Hilfsangebote

bei häuslicher Gewalt

>> Beratungs- und Interventionsstelle [BISS]

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Innovationsfransfer Wesermarsch

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