Aktionsbündnis „Wesermarsch hilft“: „Das Ganze ist ein Marathon und kein Sprint“

Spendenaufruf des Landrats – „Moin-Treff“ wird gut angenommen

„Wir sind sehr dankbar, dass es den ´Moin-Treff´ gibt. Wir können an diesen Nachmittagen den schwierigen Ereignissen in unserer Heimat ein Stück weit entfliehen.“ Derart positiv äußern sich die kriegsvertriebenen Frauen aus der Ukraine, die gemeinsam mit ihren Kindern regelmäßig das ehrenamtliche Angebot des „Moin-Treffs“ in der Gemeinde Ovelgönne nutzen.

„Der ´Moin-Treff´ ist ein internationaler Frauentreff der Kirchengemeinde Vier Kirchen Ovelgönne und der Gemeinde Ovelgönne“, berichtet Ulrike Mayer, Gleichstellungsbeauftragte sowie Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros (Fuks) der Gemeinde Ovelgönne. Mayer hatte gemeinsam mit Pastorin Renate Boltjes im Frühjahr 2022 die Idee, vertriebenen Familien aus der Ukraine einen Anlaufpunkt zu bieten. Inzwischen wird der „Moin-Treff“ ehrenamtlich von Ovelgönner Frauen um Bärbel Wulff (Leitung) und Alke Feise-Addicks (Stellvertretung) organisiert. Die Treffen finden alle 14 Tage donnerstags von 15.30 bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus in Oldenbrok statt. Auch saisonale Termine wie das Backen von Weihnachtskeksen finden in der Planung Berücksichtigung. Eine Teilnahme am „Moin-Treff“ ist ohne Voranmeldung möglich. Erster Termin im neuen Jahr ist der 19. Januar.

Landrat Stephan Siefken informierte sich jetzt vor Ort über das Angebot und lobte dabei das Engagement aller Beteiligten. Gleichzeitig appellierte der Landrat an die Wesermärschler*innen, für das Aktionsbündnis „Wesermarsch hilft“, welches der Landrat gemeinsam mit den Hilfsorganisationen, den Serviceclubs und den Kirchen im Frühjahr 2022 ins Leben gerufen hatte, zu spenden. „Jede Spende hilft, um auch im kommenden Jahr eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte in der Wesermarsch finanzieren zu können“, so der Landrat. Denn wichtig sei: „Es handelt sich nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon.“ Entsprechend relevant seien Spendengelder, denn diese werden für die Umsetzung jener Aktionen und Maßnahmen zugunsten geflüchteter Menschen eingesetzt, die nicht anderweitig finanziert werden können. Ein Gremium mit Vertretern der Hilfsorganisationen und Serviceclubs entscheidet über die genaue Verwendung der Spendengelder.


Das Spendenkonto lautet:

Konto „Wesermarsch hilft“ bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO)
IBAN: DE86 2805 0100 0094 1847 28
BIC: SLZODE22XXX


Die Bankverbindung mit weiteren Informationen ist finden Sie auch auf unseren Seiten >> für Schutzsuchende infolge des Krieges in der Ukraine.


Antje Hinrichs ist für das Refugium Wesermarsch im Gremium vertreten. Außerdem übernimmt sie die Arbeit der Koordinierungsstelle für Migration und Teilnahme des Landkreises Wesermarsch. „Ich möchte alle Vereine, Einrichtungen und Privatpersonen, die eine Idee für konkrete Projekte zur Unterstützung von Menschen aus der Ukraine oder anderen Orten der Welt haben, ermuntern, diese zu äußern und sich aktiv in die Umsetzung einzubringen. Durch die Spendengelder besteht die Möglichkeit, wichtige Aktionen zu finanzieren, die dann den sozialen Austausch fördern und der Integration dienen“, so Hinrichs.

Ebenso sieht es Fuks-Leiterin Ulrike Mayer und fügt hinzu: „Man kann schon vergleichsweise kleine Dinge machen, die großen Nutzen für andere haben.“ Wichtig sei lediglich die Bereitschaft, sich zu engagieren und ein wenig (Frei)Zeit zu spenden. Bester Beleg dafür sei der „Moin-Treff“, der inzwischen komplett ehrenamtlich organisiert werde. Wenn man derartige Angebote auf mehrere Schultern verteile, reduziere sich der zeitliche Aufwand für den Einzelnen beträchtlich. Soll heißen: „Jeder kann mithelfen.“

Eine der Ovelgönner Ehrenamtlichen ist Alke Feise-Addicks: „Ein starkes Helferteam steht hinter dem ´Moin-Treff´. Durch diese große Hilfsbereitschaft vor Ort können wir ein derartiges Angebot anbieten.“ Ein Angebot, das den ukrainischen Familien in der Wesermarsch ein wenig Freude in einer schwierigen Zeit stiftet.

 

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