Breitbandausbau in der Wesermarsch


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Der Landkreis Wesermarsch hat in einem 1. Projekt mit Fördermitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen sowie mit einem Eigenanteil aller Kommunen in der Wesermarsch und mit Eigenmitteln das schnelle Internet = Breitbandausbau, ausgebaut. Von 2017 bis Mitte 2020 dauerte der Ausbau. Mittlerweile ist das Gesamtnetz in Betrieb genommen worden und die betroffene Bevölkerung können schnelle Internettarife buchen.

Ausgebaut werden durften mit Fördermitteln nur sogenannte unterversorgte Gebiete (= Gebiete mit einer Internetgeschwindigkeit von < 30 MBit/s). Außerdem durfte auch dort nicht mit Fördermitteln durch den Landkreis ausgebaut werden, wo die Telekommunikationsunternehmen (TKU) selber einen eigenwirtschaftlichen Ausbau vornehmen oder innerhalb der nächsten drei Jahre geplant haben.

Unterversorgte Gebiete, sogenannte "weiße Flecken", wurden im Rahmen der Markterkundung identifiziert. Mit Förder- und Eigenmitteln wurden rd. 1.300 private Adressen mit rd. 1.900 Haushalten hauptsächlichen im ländlichen Raum breitbandig erschlossen. Außerdem konnte in diesem 1. Ausbauprojekt rd. 60 gewerbliche Adressen in ausgewiesenen Gewerbegebiete mit einer Glasfasergeschwindigkeit bis zu 1 Gigabit/s angeschlossen werden.

Als einer der ersten Landkreise im nordwestdeutschen Raum wurden auch alle Schulen in der Wesermarsch (Primar- und Sekundarschulen sowie Schulen unter privater Trägerschaft) direkt an das Glasfasernetz des ausbauenden TKU angeschlossen. Dies konnte bereits im September 2019 abgeschlossen werden.

Beauftragt damit wurde nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren (Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb) die EWE TEL aus Oldenburg.

Eine Karte der ausgebauten Bereiche (sogenannte Projekt- oder Ausbaugebieten) kann eingesehen werden, siehe unten. Da der Ausbau an den Privatadressen noch zur einem größeren Teil mit der sogenannten FTTC-Technologie (fibre tot the curb) erfolgte, bei der lediglich der das Ausbaugebiet versorgende Kabelverzweiger mit einer Glasfaserleitung erschlossen wird, jedoch die einzelnen Hausanschlüsse noch in Kupferkabeltechnologie (max. 100 Mbit/s) erfolgen, haben auch viele außerhalb des eigentlichen Ausbaugebietes liegende Privatadressen durch eine Erhöhung ihrer Internetbandbreite profitiert.

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Der Landkreis Wesermarsch hat sich mit seinem Projekt zum Thema Breitbandausbau in der Wesermarsch auf eine Förderung durch das Bundesförderprogramm Breitband des Bundeseministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beworben und einen Zuwendungsbescheid erhalten.

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Foto: bmvi (v.l.n.r.: Minister Dobrindt, LR Brückmann, MdB Grotelüschen, MdB Mittag, MdL Logemann)

    



Profitieren Sie vom Breitbandausbau mit einer Geschwindigkeit von mind. 50 MBit/s (100 MBit/s)?

Das ist der Fall, wenn sich Ihre Adresse in einem der 86 Projektgebiete befindet, die im Rahmen des geförderten Ausbaus, erschlossen werden. Eine kartenmäßige Darstellung finden Sie hier:

>> "Ausbaugebiete Breitband in der Wesermarsch"

 

> (Kartenauswahl anzeigen)

>  Themenbereich: Bauen und Planen

     und danach

>  Breitband-Einzellose Ihrer Gemeinde.

 

Auch viele Adressen, die knapp außerhalb der Projektgebietes liegen und die von dem gleichen Kabelverzweiger tatsächlich versorgt werden, profitieren noch vom Ausbau. Wieviel Geschwindigkeit noch bei Ihnen ankommt, hängt von der Leitungsentfernung des Kupferkabels zum Kabelverzweiger des Projektgebietes ab. Nach rd. 1,2 km Entfernung wird im Regelfall keine signifikante Geschwindigkeitserhöhung mehr feststellbar sein. Dieser "positive Ausstrahlungseffekt" funktioniert zudem nur bei einem FTTC-Ausbaugebiet (Kupferkabelerschließung). 

Bei einem FTTH/B-Ausbaugebiet werden nur die exkaten Adresse mit einem Glasfaserdirektanschluss versorgt. Dort sind jedoch symetrische Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit/s möglich.

Zur Erläuterung:

FTTC (fibre to the curb) = Glasfaseranschluss bis zum Kabelverzweiger. Ab dort bis zu den Hausadressen per Kupferkabel. Vorteil: Ausstrahlungseffekt auf angrenzende Adressen möglich, s.o. Nachteil: max. 100  Mbit/s Geschwindigkeit möglich (nach Vectoringausbau), sonst 50 Mbit/s.

FTTH/B (fibre to the home/building): Glasfaserdirektanschluss bis in die Wohnung / in das Haus. Vorteil: Geschwindigkeiten mit bis zu 1 Gigabit/s. Nachteil: i.d. R. höherpreisiger (allerdings auch leistungsstärker und schneller) und kein positiver Ausstrahlungseffekt auf angrenzende Adressen.

 

  

AUSBLICK

Der Kreistag hat auf seiner Dezembersitzung 2019 auf Vorschlag der Kreisverwaltung beschlossen, alle restlichen als unterversorgt identifizierten Adressen (< 30 Mbit/s) in der Wesermarsch in einem weiteren Ausbauprojekt mit einer Glasfaserinfrastruktur zu erschließen (bis auf 5% der abgelegensten Adressen).

Die Zahl der anzuschließenden privaten Adressen beläuft sich auf rd. 2.900, hinzukommen weitere rd. 230 gewerbliche Adressen in ausgewiesenen Gewerbegebieten.

Die gegenwärtige Planung geht dabei von Trassenlängen in Höhe von rd. 400 km aus. Die Technologie ist ausschließlich die Glasfasererschließung bis in jedes einzelne Gebäude.

Wie auch im ersten Ausbauprojekt fördern Bund und Land den Ausbau. Die Kommunen und insbesondere der Landkreis tragen jedoch einen erheblichen Eigenanteil in mehrfacher Millionenhöhe. Die Förderzusagen von Bund und Land liegen bereits vor. Am Ende des gegenwärtigen Vergabeverfahrens werden die Ausbauleistungen an ein oder mehrere Telekommunikationsunternehmen vergeben.


 


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