Landkreis Wesermarsch und OOWV fördern Regenwassernutzung


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Mit jedem Regentropfen das Trinkwasser schonen!

Regenwasser nicht nur im Garten zu verwenden, sondern auch im Haushalt für Toilettenspülung oder beim Wäschewaschen - dieses Vorhaben unterstützen der Landkreis Wesermarsch und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV).

Ab dem 1. Januar können Bürgerinnen und Bürger Anträge zur Förderung von Regenwassernutzungsanlagen bei der Kreisverwaltung einreichen. Die Förderrichtlinie sowie das Antragsformular stehen hier sowie unter den nebenstehend aufgeführten DOWNLOADS zur Verfügung.

„Gefördert werden Neuinstallationen und Nachrüstungen in privaten und kommunalen Gebäuden“, erklärt Matthias Wenholt, Leiter des Dezernats 2 beim Landkreis Wesermarsch, zu dem auch der Fachdienst Umwelt zählt. „Der Kreis fördert 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Maximalförderung beträgt 5.000 Euro je Anlage“, berichtet er. Der Antrag muss zur Prüfung beim Landkreis abgegeben werden. Dort werden die Förderfähigkeit und die technischen Voraussetzungen geprüft. Bei einem positiven Ergebnis erteilt der Landkreis einen Genehmigungsbescheid. Anschließend können die Bauarbeiten beginnen. „Der OOWV unterstützt uns, indem er die technische Beratung übernimmt, technische Abnahmekriterien festlegt und in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt die Abnahme der Anlage durchführt“, freut sich Matthias Wenholt.

Für das Vorhaben sind zunächst 65.000 Euro im Kreis-Haushalt eingestellt worden. „Wir hoffen auf eine gute Resonanz“, sagt Matthias Wenholt. Der Antrag ist schriftlich beim Fachdienst Umwelt des Landkreises einzureichen. Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgt zeitnah nach erfolgreicher Abnahme der Regenwassernutzungsanlage.

Peter Kirschberger, OOWV-Dienststellenleiter Betriebsstelle Nordenham, ist für die Begleitung der zukünftig anstehenden Bauvorhaben zuständig. Er weiß: „Mit einer solchen Anlage muss auch ein zweiter Versorgungskreislauf in der Hausinstallation hergestellt werden, sozusagen ein Regenwassernetz neben dem Trinkwassernetz. Eine strikte Trennung dieser Kreisläufe sowie eine Kennzeichnung der Regenwasserzapfstellen sind besonders wichtig. Für einen guten und nachhaltigen Betrieb der Anlage empfehlen wir den Abschluss eines Vertrages über eine jährliche Wartung.“ 

„Die vergangenen Hitzesommer, besonders der von 2018, haben uns gezeigt, dass wir mit der Ressource Trinkwasser anders umgehen müssen“, sagt Olaf Sonnenschein, OOWV-Regionalleiter im Landkreis Wesermarsch. „Die gleichzeitige hohe Nutzung durch Privatverbraucher, Industrie und Landwirtschaft bereitet insbesondere in den warmen Monaten Probleme. Dann laufen unsere Wasserwerke am Limit. Deswegen schauen wir über den Tellerrand hinaus und wollen andere Ressourcen nutzen. Regenwasser hat eine sehr gute Qualität und wir können damit das Grundwasser als Grundlage unseres Trinkwassers schonen.“ Anders als im übrigen Verbandsgebiet versickert das Niederschlagswasser in der Wesermarsch kaum. Es wird in Gräben abgeleitet und mündet schlussendlich ungenutzt im Meer. Dem wollen der OOWV und der Landkreis nun entgegenwirken.

Matthias Wenholt erläutert weitere Beweggründe für das Vorhaben: „Die Wesermarsch ist aufgrund von geologischen Gegebenheiten kein Wassergewinnungsgebiet. Wir werden hier durch Wasserwerke in anderen Landkreisen versorgt. Außerdem haben uns die vergangenen Sommer gezeigt: Wasser sparen ist ein großes Thema. Wer als Häuslebauer nachhaltig sein möchte, kann nicht nur über die Solaranlage auf dem Dach nachdenken, sondern auch über die Zisterne im Keller oder Garten.“ 

Links:

   >> Video des OOWV zum Thema "Förderung von Regenwassern ...

 


 

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